Strengere Regeln für E-Scooter in 2026: Diese Änderung muss jeder kennen- sonst drohen Strafen
Warum neue Regeln kommen
Die Zahl der E-Scooter steigt, ebenso die Unfallzahlen. Besonders häufig betroffen sind junge Fahrer und Fußgänger. Kritisiert werden vor allem.
- unklare Verkehrsführung
- fehlende Sicherheitsausstattung
- mangelnde Durchsetzung bestehender Regeln.
Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, E-Scooter stärker in den regulären Radverkehr zu integrieren und Sicherheitsstandards anzuheben.
Mehr Gleichstellung mit Fahrrädern
Eine der wichtigsten Neuerungen: E-Scooter sollen künftig weitgehend wie Fahrräder behandelt werden.
Das bedeutet:
- Nutzung von Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen bleibt Standard
- Fahrbahn- Nutzung wird klarer geregelt, wenn kein Radweg vorhanden ist
- Kommunen bekommen mehr Spielraum, E- Scooter gezielt zu lenken oder einzuschränken
Ziel ist eine einheitlichere Verkehrslogik, damit Autofahrer, Radfahrer und Scooter- Nutzer besser einschätzen können, wer wo unterwegs ist.
Blinker könnten Pflicht werden
Bislang müssen E-Scooter nur eine Klingel, Licht und Reflektoren haben.
Ab 2026 ist geplant:
- Pflicht- Blinker für neue Modelle, vor allem für den Richtungswechsel
- Wegfall des Handzeichens, das auf schmalen Rollern oft unsicher ist
Gerade beim Abbiegen kam es in der Vergangenheit häufig zu Unfällen - Blinker sollen das Risiko deutlich senken.
Strengere Regeln für Sharing- Roller
Besonders Leih- Scooter stehen im Fokus der Reform. Geplant sind unter anderem:
- Verbindliche Abstellzonen in Innenstädten
- Mehr Verantwortung für Anbieter bei falsch geparkten Fahrzeugen
- Kommunen dürfen Anzahl und Einsatzgebiete stärker begrenzen
Für Nutzer bedeutet das: Spontanes Abstellen "irgendwo" dürfte 2026 vielerorts nicht mehr möglich sein.
Haftung bei Unfällen: Besserer Schutz für Geschädigte
Ein weiterer Punkt betrifft die rechtliche Verantwortung bei Unfällen. Künftig soll gelten:
- Halter haften stärker für sogenannte Betriebgefahren
- Geschädigte müssen nicht mehr in jedem Fall ein individuelles Fehlverhalten nachweisen
Das ähnelt den Regelungen, die heute bereits für andere Kraftfahrzeuge gelten - und soll den Opferschutz verbessern.
Was bleibt wie bisher?
Nicht alles ändert sich. Voraussetzung bleiben bestehen:
- Mindestalter: 14Jahre
- Keine Helmpflicht (Helm wird weiterhin dringend empfohlen)
- Versicherungspflicht mit Kennzeichen
- Alkoholgrenzen wie beim Auto
Auch weiterhin gilt: Nur eine Person pro E-Scooter
Quelle: ADAC